Unternehmenswert: Die International Valuation Standards

Fundstelle: DStR 2003-2007

Die International Valuation Standards (IVS) basieren auf einem methodenpluralistischen Bewertungsansatz unter Verwendung des Market Approach, des Income Capitalisation Approach und des Asset-based Business Valuation Approach, deren Teilergebnisse nachvollziehbar zu gewichten sind. Die wenden sich an vereidigte und an behördliche zugelassene Bewerter und genießen weltweite Beachtung. Die Regelungen sind hierarchisch und strukturiert aufgebaut sowie streng und eindeutig gefasst.



Im Zeichen zunehmender Globalisierung der Märkte wird es für den bislang in Deutschland vorherrschenden Ertragswertansatz, speziell in der Prägung von IDW S1, schwer sein, sich international durchzusetzen, In der Rechtsprechung zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab (weg von der Phasenmethode, hin zu marktnahen Verfahren).
Dies gilt speziell für cross-border transactions. Aber auch die international agierenden Berater, Finanzinstitute und Analysten haben mit Werten Schwierigkeiten, die letztlich nur auf dem künftigen Erwartungsnutzen basieren. Die hiesigen Hochschulen, Bewerter und Bewertungsadressaten sind gut beraten, sich mit den International Valuation Standards zu beschäftigen, um einen besseren Zugang zu den Überlegungen der sog. Global Players zu erhalten und letztlich zu marktnäheren Unternehmenswerten und damit einhergehender höherer Akzeptanz zu gelangen.