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A. Gewerbeanmeldung

Unter Gewerbeanmeldung ist ein Antrag an die zuständige Behörde (i.d.R. das Ordnungsamt) zu verstehen, mit dem dieser die notwendigen Informationen für den Handel mit Waren oder für die Erbringung von Dienstleistungen gegeben werden. Nach überprüfung der Informationen und Unterlagen wird der „Gewerbeschein“ in kurzer Zeit, oft auch direkt, erstellt und mitgegeben.

Eine Gewerbeanmeldung ist notwendig:

wenn man selbständig arbeiten möchte, die angestrebte Tätigkeit nachhaltig sein soll, Gewinnerzielung als Ziel definiert ist und die Tätigkeit, die man ausüben möchte, nicht zur Land- und Forstwirtschaft oder zu bestimmten freien Berufen zählt (z.B.: ärzte, Rechtanwälte, Steuerberater, Wissenschaftler, Künstler, Ausbilder u.ä.).

Einzelheiten:

Kosten für die Gewerbeanmeldung: ca. 20 € bis 30 Euro. Voraussetzungen für die Gewerbeanmeldung: In der Regel darf jeder ein Gewerbe anmelden, da in Deutschland Gewerbefreiheit existiert. Es gibt aber Berufe, bei denen zusätzliche persönliche oder berufliche Qualifikationen (z.B. Zuverlässigkeit, Fachkenntnisse, Meisterbrief) notwendig sind, wie z.B. Maklertätigkeiten, Spedition, Finanzberater, Gastronomie etc.

Gewerbeanmeldung durch Staatsbürger der Nicht-EU-Länder (z.B. Türkei):

Personen, die aus Nicht-EU-Ländern kommen, dürfen auch ein Gewerbe anmelden, wenn sie bei Antragstellung eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Gewerbeanmeldung bei GmbH: Personen, die aus Nicht EU-Länder kommen, dürfen aber als Gesellschafter / Geschäftsführer einer GmbH ein Gewerbe anmelden, auch wenn sie bei Antragstellung keine Aufenthaltserlaubnis besitzen.

Gewerbeanmeldung durch Minderjährige:

Minderjährige dürfen auch ein Gewerbe anmelden, wenn die Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern, vorliegt und das Vormundschaftsgericht die selbständige Tätigkeit genehmigt.

Weiterleitung der Gewerbeanmeldung:

Nach der Gewerbeanmeldung wird Finanzamt, Gewerbeaufsicht, Amtsgericht, IHK, ggf. Handwerkskammer und Berufsgenossenschaft informiert. Finanzamt und ggf. auch andere Behörden nehmen automatisch Kontakt mit dem Gewerbetreibenden auf. Das Finanzamt schickt in der Regel nach 2 Wochen einen umfangreichen Fragebogen zu. Erst nach Prüfung wird eine Steuernummer zugeteilt.

Umzug / Ummeldung

Wenn man innerhalb der Gemeinde umzieht, muss man sein Gewerbe „ummelden“. Der Umzug in eine andere Stadt hat zur Folge, dass das Gewerbe „abgemeldet“ und erneut „angemeldet“ werden muss. Die Ummeldung bzw. erneute Anmeldung ist kostenpflichtig. Das Finanzamt muss auch über die Ummeldung informiert werden.

Scheingewerbe / Scheinselbstständigkeit

Eine Scheinselbstständigkeit kann gegeben sein, wenn man nur für einen oder in der Hauptsache nur für einen einzigen Auftraggeber arbeitet. Hintergrund ist, dass man als Arbeitnehmer über den Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss, wenn man für einen Arbeitgeber arbeitet. Als Selbständiger muss man das nicht. Wenn Scheinselbstständigkeit vorliegt, muss der Arbeitgeber die Versicherungsbeiträge nachträglich zahlen.

B. Umsatzsteuer

Bei der Existenzgründung (Neugründung) muss man in den ersten zwei Jahren die Umsatzsteuervoranmeldungen monatlich einreichen. Falls Ist-Besteuerung nicht beantragt wurde, gilt die sogenannte Soll-Besteuerung, dass heißt, dass Sie die Umsatzsteuer, die Sie Ihrem Kunden in Rechnung gestellt haben, auch dann an das Finanzamt überweisen müssen, wenn der Kunde die Rechnung noch nicht bezahlt hat. Als Kleinunternehmer ist man nicht umsatzsteuerpflichtig. Dies setzt voraus, dass die Umsätze im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen haben und im aktuellen Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen werden. Auf allen Rechnungen muss ein diesbezüglicher Hinweis erfolgen. Auf Antrag beim Finanzamt zur Umsatzsteuerpflicht wechseln.

C. Förderung

Förderung vom Arbeitsamt

Wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen und noch mindestens 3 Monate Anspruch darauf haben, können Sie eine erhebliche Förderung von Arbeitsamt bekommen, die im Zeitablauf stark schwanken aber auch etliche zusätzliche Anforderungen aufweisen kann.

Förderung durch die KfW-Bank

Die KfW-Bank gibt Kredite mit einer Laufzeit bis 10 Jahren Kredite mit günstigen Zinskonditionen für Existenzgründer. Für Einzelunternehmen ist es möglich, bis 100.000€ Darlehen zu bekommen, wovon max. 30.000 € für Betriebsmittel genutzt werden darf. Der Antrag für das Darlehen ist über die Hausbank zu stellen.

Förderung durch Landesbanken

Landesbanken wie z.B. NRW-Bank vergeben auch Kredite für Existenzgründer. Die Anträge stellt man ebenfalls über die Hausbank.

Förderung durch kostenlose Beratung für die Existenzgründung

Eine ausführliche und gute Beratung bei der Existenzgründung findet man selten. Es ist sicherlich gut, wenn man sich beim Jobcenter beraten lässt. Ferner besteht die Möglichkeit, das Angebot von der KfW-Bank wegen eines Beratungszuschusses (Gründercoaching) in Anspruch zu nehmen. Beratungskosten bis zu einem Tagessatz von 800 € werden von der KfW gefördert. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Berater in der Datenbank von der KfW geprüft sind.

D. Sonderfragen

Haupt- oder Nebengewerbe

Für eine Gewerbeanmeldung ist es unwichtig, ob die selbstständige Tätigkeit hauptberuflich oder als Nebentätigkeit ausgeübt wird. Der Begriff Hauptgewerbe und Nebengewerbe ist bei der Anmeldung nicht relevant. Bei seinem Arbeitgeber muss man aber eine Genehmigung beantragen, wenn man neben seiner Arbeitnehmertätigkeit noch selbständig arbeiten möchte. Die Vollzeitbeschäftigung darf nicht darunter leiden.

IHK-Mitgliedschaft und Beiträge

Jeder Gewerbetreibende wird automatisch Mitglied der Industrie- und Handelskammer (IHK). Für die Zahlung der IHK-Beiträge gibt es verschiedene Regelungen. Als Existenzgründer und Kleinunternehmer darf man sich von den Beiträgen für einen bestimmten Zeitraum befreien lassen. Die IHK erhebt verschiedene Beiträge: Mindestbeitrag oder einen Mitgliedschaftsbeitrag (abhängig von der Unternehmensgröße / Rechtsform) oder eine Umlage (gewinnabhängig).

Geschäftsbeziehung zwischen Familienmitgliedern

Wenn eine Geschäftsbeziehung zwischen Familienmitgliedern vorliegt, sollte geprüft werden, ob alle Betroffenen ein Gewerbe anmelden, wenn es sich jeweils um eine selbständige Tätigkeit handelt. Andere Möglichkeiten sind Anstellung und Minijob-Tätigkeit. Natürlich können Familienmitglieder ohne eine offizielle Registrierung sich gegenseitig unterstützen. In diesem Fall handelt es sich nur um „Hilfe“, die man unentgeltlich leistet. In diesem Fall muss der Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeträge zahlen.

Rechtsform

Die Rechtsform betrifft die rechtliche Form, in der die selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Weit verbreitete Rechtsformen sind: Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), OHG, KG, GmbH, Einzelunternehmen etc.

Lohnsteuerpflicht

Begründet der ausländische Arbeitnehmer in Deutschland einen Wohnsitz oder ist der gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland länger als 6 Monate, hat der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerabzugsbescheinigung dem Arbeitgeber vorzulegen bzw. er kann sich bei seinem Finanzamt eine ELStAM-Bescheinigung ("ELStAM" seht für "Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale"), die auch als „Mitteilung der aktuell gespeicherten Daten“ bezeichnet wird, kostenlos ausstellen lassen, aus der Steuerklasse, Kirchensteuerabzug, Kinderfreibeträge usw. hervorgehen.