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Das Team · Beratung · Bilanzaufstellung · Rechtsvertretung · Prüfungswesen · Steuererklärungen 
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Das Rechnungswesen umfasst: Finanzbuchführung, Offene-Posten-Rechnung, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung, kurz und bündig auch genannt: FIBU.

Unsere Beraternummer lautet: 3929; dies zeigt, dass unser Büro eine der ersten DATEV-Nutzer war (die Beraternummern werden fortlaufend vergeben; z.Z. liegt die Beraternummer bei 130.000).

Die DATEV ist eines der größten Rechenzentren in Europa. Rechtsform ist die Genossenschaft (d.h. es können nur Berufsangehörige unmittelbar mit der DATEV arbeiten).

Neben Standartauswertungen wie betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kurvendiagramme sind individuell programmierte Auswertungen in nahezu allen Ausprägungen möglich.

 

 

Umsatzsteuer in Gastronomiebetrieben

Zum einen gibt es den allgemeinen Steuersatz und zum anderen gibt es den ermäßigten Steuersatz.

Der allgemeine Steuersatz kommt zur Anwendung, wenn Speisen und Getränke im Haus verzehrt werden. Beispiel: Der Gast kommt in ein Restaurant und setzt sich an einen Tisch, bestellt etwas zu Essen und/oder Getränke und verzehrt diese im Lokal. Der allgemeine Steuersatz muss angewendet werden, denn er nutzt die Nebenleistungen des Restaurant (Bedienung, Teller, Geschirr, Gläser, Bestuhlung etc.)

Der ermäßigte Steuersatz kommt zur Anwendung, wenn Speisen und Getränke "Außer Haus" mitgegeben werden. Beispiel: Der Gast kommt in ein Restaurant und bestellt etwas zu essen zur Mitnahme. Das Essen wird zubereitet und wird in sogenanntem "Einweggeschirr" / Schalten oder Pappkarton transportfähig ausgegeben. Der ermäßigte Steuersatz muss angewendet werden, da hier keine weitere Nebenleistung des Restaurant genutzt wird.

 

Anwendungsbeispiele für den allgemeinen und den ermäßigten Umsatzsteuersatz.

 

Beispiele für den allgemeinen Umsatzsteuersatz

Beispiele für den ermäßigten Umsatzsteuersatz

Selbstbedienungs- oder Automatenrestaurant

 

Werden Speisen und Getränke ohne Bedienungspersonal, d.h.. aus Automaten oder über das Buffet, abgegeben, liegt dann eine Lieferung zum Verzehr an Ort und Stelle vor, wenn die Speisen nicht zum Mitnehmen geeignet Sind und im übrigen ein räumlicher Zusammenhang zwischen dem Ort der Lieferung und dem Ort des Verzehrs vorhanden ist.

Speisen, die mitgenommen werden und bei denen kein räumlicher Zusammenhang zwischen dem Ort der Lieferung und dem Ort des Verzehrs vorhanden ist, unterliegen dem ermäßigten Steuersatz.

Partyservice

Lieferungen Sog. Luxuslebensmittel, wie z.B. Langusten, Hummer, Austern, Kaviar und Schnecken werden nach dem allgemeinen Steuersatz besteuert.

Für Lieferungen von Lebensmitteln durch Partyservice mit Ausnahme der Luxuslebensmittel gilt der ermäßigte Steuersatz. Bei den Getränken Sind lediglich bestimmte Milchmischgetränke begünstigt. Handelt es Sich bei der Überlassung von Geschirr, Bestecken, Tischwäsche und Tischdekoration Sowie von Bedienungspersonal nur um unselbständige Nebenleistungen, bleibt es bei dem ermäßigten Umsatzsteuersatz.

Caterer

 

Die Lieferung von Cateringunternehmen an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime Sowie vergleichbare Einrichtungen für den Patienten bzw. Bewohner fällt unter den ermäßigten Steuersatz. Vertragsbeziehungen bestehen in diesem Fall zwischen dem Caterer und der Einrichtung, nicht aber zwischen Caterer und Patienten. Im Rahmen der Vollverpflegung Setzt Sich jede Mahlzeit aus mehreren Lieferungen zusammen, z.B. Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch und Getränke. Für die Anwendung des jeweiligen Steuersatzes ist jede Lieferung für Sich So zu beurteilen; So unterliegt z.B. die Lieferung von Kaffee, Tee oder Mineralwasser dem vollen Umsatzsteuersatz.

Krankenhäuser / Altenheime

Bei der Abgabe von Speisen und Getränken durch die Krankenhäuser, Altenheime oder ähnliche Institutionen an die Patienten bzw. Bewohner liegt eine selbständige Lieferung vor, die grundsätzlich mit dem vollen Umsatzsteuersatz zu besteuern ist, da es Sich hierbei um eine Lieferung zum Verzehr an Ort und Stelle handelt.

Unter den Voraussetzungen des § 4 Nr. 16 UStG kann für diese Institution aber eine Umsatzsteuerbefreiung erfolgen.

Personalbeköstigung

Sowohl bei kostenloser als auch bei verbilligter Abgabe von Mahlzeiten an Arbeitnehmer sind Lieferungen zum Verzehr an Ort und Stelle dann gegeben, wenn der Arbeitgeber hierfür eigens Einrichtungen bereithält. Es kommt nicht darauf an, ob sich diese in besonders hergerichteten Räumen, z.B. Betriebskantinen, in den Betriebsräumen oder in den Privaträumen des Unternehmens befindet. Speisen, die in der Zentralküche eines Unternehmens zubereitet und dann an einen anderen Ort innerhalb des Unternehmens transportiert werden, unterliegen dem vollen Umsatzsteuersatz.

 

Lunchpakete in Pensionsbetrieben

 

Stellen Beherbergungsunternehmen anstatt der vereinbarten Verpflegung, deren Lieferung dem allgemeinen Umsatzsteuersatz unterliegt, ihren Gästen sog. Lunchpakete, zur Verfügung, so unterliegen diese Leistungen dem ermäßigten Steuersatz. Der Gastronom muß allerdings die begünstigten Entgelte einzeln ermitteln und gesondert aufzeichnen. Eine pauschale Ermittlung der begünstigten Entgelte wird von der Finanzverwaltung nicht anerkannt.

Theater, Kino

 

Speisen werden in Theater und Kinos nur dann zum Verzehr an Ort und Stelle geliefert, wenn besondere Vorrichtungen bereitgehalten werden, die nach ihrer Art und Beschaffenheit ausschließlich dem Verzehr zu dienen bestimmt sind, also Tische, Wandbretter, reine Verzehrtheken und ähnliche Ablagevorrichtungen. Die Leistungen der Theater und Kinos - wie Aufführung eines Schauspiels, Vorführung eines Films - unterliegen nach § 12 Absatz II Nr. 7 a) und b) UStG dem ermäßigten Steuersatz. Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs stellt allerdings der Verkauf von Getränken an Besucher eines sog. Verzehrkinos keine unselbständige Nebenleistung zur Filmvorführung dar und unterliegt aus diesem Grunde dem vollen Umsatzsteuergesetz

 

 

 


Nachweise zur Absetzbarkeit von Geschäftsessen

 
1. Problemstellung
70% der Bewirtungsaufwendungen aus geschäftlichem Anlass sind als Betriebsausgaben abzugsfähig, sofern sich die Aufwendungen insgesamt in einem angemessen Rahmen bewegen. Die tatsächliche Höhe und die konkrete betriebliche Veranlassung (Ort, Tag, Anlass, Teilnehmer) müssen dem Finanzamt mitgeteilt werden. Für den Nachweis des Bewirtungsanlasses reichen allgemeine Umschreibungen wie Geschäftsbesprechung, Hintergrundgespräch, Akquisitionsbesprechung, Informationsgespräch, Kontaktpflege, Mandatsbesprechung oder ähnliches nicht aus. Der Nachweis des konkreten Anlasses ist eine materielle Voraussetzung für den Betriebsausgabenabzug.
Fragen Sie den Kellner immer nach einer Bewirtungsrechnung und füllen diese aus. 

2. Keine Sonderstellung für Freiberufler
Der BFH hat kürzlich entschieden, dass die Nennung des konkreten Anlasses der Bewirtung auch für Steuerpflichtige gilt, die aus beruflichen Gründen einer Schweigepflicht unterliegen. Ein Rechtsanwalt kann sich danach nicht unter Hinweis auf die Schweigepflicht und eine mögliche Strafbarkeit bei ihrer Verletzung auf allgemeine Bezeichnungen der Bewirtung beschränken. Dies gilt sowohl für die Fälle, in denen ein allgemeiner geschäftlicher Anlass Hintergrund der Essenseinladung war - weil dieser nicht vom Schutz der Schweigepflicht erfasst wird - als auch wenn es um ein konkretes Mandatsverhältnis geht. Der Grundsatz der Besteuerungsgleichheit gegenüber den übrigen Steuerpflichtigen wiegt in diesem Fall schwerer. Der eventuell betroffenen Mandant des Anwalts wird durch das Steuergeheimnis (§ 30 AO) ausreichend geschützt. Die Angabe des inhaltlichen Bewirtungsanlasses muss zudem nur so konkret sein, dass sie dem Finanzamt die Nachprüfung des betrieblichen Anlasses ermöglicht, wie dies auch bei einer Betriebsprüfung erforderlich ist. Findet das Geschäftsessen beispielsweise im Zusammenhang mit der Beratung des Mandanten wegen einer angeblichen Steuerhinterziehung statt, ist ein Hinweis auf den Hinterziehungsvorwurf entbehrlich.