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Die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung erfolgt über das DATEV-Rechenzentrum. Die DATEV ist das mit Abstand größte Rechenzentrum im Bereich Lohnabrechnung in der Bundesrepublik.


Auswertungen sind u.a.
  • Lohnabrechnungen für Ihre Mitarbeiter,
  • Meldungen an das Finanzamt,
  • Verdienstbescheinigungen,
  • Meldungen an die Krankenkasse,
  • Überbrückungsgelder bei Arbeitsamt und Krankenkasse,
  • Überweisung durch Datenübertragung.


  • Lohnbuchführung ist mehr als bloßes Addieren von Zahlen. Sie umfasst ein breites Spektrum von Einzelaufgaben: Neben steuerrechtlichen Aspekten müssen vielfältige sozialversicherungsrechtliche Vorgaben beachtet werden. Eine detaillierte Kenntnis von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien ist unerlässlich, um zu den richtigen Beträgen zu gelangen. Wichtig ist die Betreuung anlässlich der Durchführung von Außenprüfungen der Sozialversicherungsträger, Berufsgenossenschaften und der Finanzämter (Lohnsteueraußenprüfung).

    Zum Aufgabenbereich der Lohnabteilung gehören vornehmlich
  • Berechnung des Gesamtaufwandes für den Unternehmer    insgesamt oder pro Arbeitnehmer,
  • Bruttolohnberechnungen aufgrund der Angabe von Nettolöhnen,
  • Steuerklassenwahl von Ehegatten,
  • Statuserklärungen von Aushilfen,
  • Anforderung von Betriebsnummern,
  • Baulohnabrechnungen.


  • Zum Aufgabenbereich gehört weiterhin die Beratung
  • bei Besteuerung und Versicherung von Aushilfen,
  • bei Besteuerung und Versicherung von ausländischen Mitarbeitern,
  • zur Vermeidung der Versteuerung des "Phantomlohnes",
  • bei Problemen mit der Berufsgenossenschaft,
  • bei Problemen mit den Krankenkassen.



Arbeitslohn

 
Der Begriff Arbeitslohn im Sinne des Steuerrechts stimmt nicht mit dem Begriff Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung überein. Zwar ist in der Arbeitsentgeltverordnung ausgeführt, dass für die Sozialversicherung eine weit gehende Übereinstimmung mit den Regelungen des Steuerrechts sichergestellt werden soll, jedoch gibt es Unterschiede insbesondere auch deshalb, weil zum Arbeitslohn im Sinne des Steuerrechts auch Einnahmen aus einem früheren Arbeitsverhältnis rechnen, und zwar sogar dann, wenn sie dem Rechtsnachfolger zufließen. Zum Arbeitslohn gehören insbesondere folgende Bezüge in Geld oder Geldeswert, die dem Arbeitnehmer aus einem Dienstverhältnis zufließen.
 
Arbeitslohn
Einnahmen in Geld: Einnahmen in Geldeswert
  (Sachbezüge)
   
- Löhne 1. Kostenlose oder verbilligte Zuwendungen von Sachwerten:
- Gehälter - Waren
- Dienstbezüge - Grundstücke
- Versorgungsbezüge - Kraftfahrzeuge
- Pensionen - Wertpapiere
- Betriebsrenten - Gas, Strom, Wasser, Heizung
- Gratifikation - Deputate
- Tantiemen  
- Provisionen 2. Kostenlose oder verbilligte Gebrauchs- und
- Urlaubsgeld Nutzungsüberlassung:
- Weihnachtsgeld - Wohnung
- Trinkgeld (freiwilliges Trinkgeld nur bis 2001 steuerpflichtig) - Kraftfahrzeuge
- Ersatz beruflicher Aufwendungen - Telefon
   
   
  3. Ersparnis eigener Aufwendungen:
  - Zinsverbilligung
  - verbilligter Versicherungsschutz

 
Merkmale für das Vorliegen von Arbeitslohn
 
  • Die objektive Bereicherung des Arbeitnehmers. Sie kann auch vorliegen, wenn nicht dem Arbeitnehmer selbst, sondern nahen Angehörigen Vorteile durch den Arbeitgeber zugewendet werden.
    Beispiel: Verbilligter Verkauf eines Firmen-PKW an die Ehefrau des Arbeitnehmers.
  • Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Arbeitslohn und Dienstverhältnis. Davon ist nicht nur bei Zuwendungen auf Grund von Arbeits-, Dienst-, Tarifverträgen oder Gesetzen auszugehen, sondern auch bei freiwilligen Zuwendungen (z.B. Gratifikation) oder unbewussten Zuwendungen durch den Arbeitgeber.
    Beispiel: Verbilligter Verkauf von Waren, obwohl der Arbeitgeber nicht unter dem üblichen Preis verkaufen wollte (Irrtum).
  • Die Zahlung des Arbeitslohns als Gegenleistung für das Zurverfügungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers. Grundsätzlich gilt auch bei Arbeitsverhältnissen das Prinzip Leistung/Gegenleistung. Der Zusammenhang mit einer konkreten Arbeitsleistung ist aber nicht zwingend erforderlich. Arbeitslohn kann danach auch vorliegen, wenn er keine Gegenleistung für eine bestimmte Arbeitsleistung darstellt, aber auf Grund des Dienstverhältnisses gezahlt wird, z.B. Lohnfortzahlung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist trotz Freistellung des Arbeitnehmers oder Entschädigung wegen Entlassung aus dem Dienstverhältnis oder Schadensersatz bei Arbeitsvertragsverletzung.
  • Arbeitslohn liegt nicht vor, wenn die gezahlte Vergütung, die im Rahmen der Beschäftigung anfallenden Aufwendungen nur unwesentlich übersteigt. Problematisch ist z.B. die Beurteilung von "Arbeitsverhältnissen", bei denen die Vergütung ganz oder weitaus überwiegend aus der Zahlung von Reisekostenerstattungen besteht, wie dies z.B. bei Zeitungszustellern oder Prospektverteilern gelegentlich anzutreffen ist.

Weitere Beispiele für Arbeitslohn
 
  • vom Arbeitgeber übernommene Lohn- und Kirchensteuer (Nettolohnvereinbarungen)
  • Übernahme der Lohnsteuer bei Nachversteuerung von Arbeitslohn im Rahmen von Lohnsteuer-Außenprüfungen.
    Ausnahmen: Bei der Pauschalierung der Lohnsteuer ist der Arbeitgeber kraft gesetzliche Regelung (§ 40 Abs. 3 EStG ) Schuldner der Lohnsteuer. Die Lohnsteuer zählt in diesen Fällen nicht zum Arbeitslohn
  • Übernahme der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung
  • Lohnzuschläge für
    • Mehrarbeit (Überstunden)
    • Erschwerniszuschläge
    • Gefahrenzuschläge
    • Schmutzzulagen etc.
  • Trinkgeld
  • Urlaubsabgeltungen
  • Beihilfen aus Unterstützungskassen
  • Werbungskostenersatz, wenn keine ausdrückliche gesetzliche Steuerbefreiung besteht
  • Mankogelder über 16 EUR im Kassen- und Zähldienst
  • unentgeltliche Nutzung vom Arbeitgeber gemieteter Sportanlagen, z.B. Tennis- oder Squashplätze (BFH 20.09.1996 - VI R 44/96; BStBl 1997 II S. 146)
  • Ersatz von Kosten für die Telefonbenutzung in der Wohnung des Arbeitnehmers
    Ausnahmen
    • es liegt Auslagenersatz vor
    • die Telefonkosten fielen im Zusammenhang mit Dienstreisen an und konnten daher als steuerfreie Reisenebenkosten (§ 3 Nr. 12, § 3 Nr. 16 EStG) erstattet werden
    • die Telefonkosten stehen im Zusammenhang mit einem beruflichen Umzug und sind als Umzugskosten steuerfrei (§ 3 Nr. 13, § 3 Nr. 16 EStG)
    • es handelt sich um berufliche und in eingeschränktem Umfang private Telefonkosten bei doppelter Haushaltsführung
  • Ersatz von Kontoführungsgebühren
  • Erstattung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • kostenlose oder verbilligte Verpflegung und Ersatz von Verpflegungskosten
    Ausnahmen
    • Einsatzverpflegung an Bundeswehr- oder Bundesgrenzschutzangehörige (nicht Zivilbedienstete) (§ 3 Nr. 4 EStG )
    • Zehrkostenpauschalen aus öffentlichen Kassen (§ 3 Nr. 12 EStG)
    • Verpflegungskosten aus öffentlichen und privaten Kassen bei Dienstreisen, doppelter Haushaltsführung und beruflichen Umzügen (§ 3 Nr. 13 u. § 3 Nr. 16 EStG)
  • Ersatz von Miet- und Unterkunftskosten, kostenlose und verbilligte Überlassung von Wohnraum
    Ausnahmen
    • Leistungen aus privaten und öffentlichen Kassen im Zusammenhang mit Dienstreise, doppelter Haushaltsführung und beruflichen Umzügen (§ 3 Nr. 13 u. § 3 Nr. 16 EStG). Erlass einer Schadensersatzforderung durch den Arbeitgeber, z.B. schuldhafte Zerstörung eines Firmenwagens auf einer Privatfahrt (BFH 27.03.1992 - VI R 145/89; BStBl 1992 II S. 837).