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Die Anfertigung von Steuererklärungen reicht von der laufenden Steuerberatung über Steuerplanungen zur kompetenten steuerlichen Analyse von Unternehmen und Unternehmern. Die Analyse von steuerlichen Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten gehört mit zum Serviceangebot dieses Fachbereiches.

Wir sind Interessenvertreter unserer Mandanten und nicht Mittler zwischen Mandant und Finanzamt.

Das erforderliche Instrumentarium zur Leistungserstellung bilden die verschiedenen Wirtschafts- und Erklärungsprogramme der DATEV. Im Rahmen dieser Programme können die steuerlichen Möglichkeiten für den Mandanten geprüft und berechnet werden.

Häufiger Beratungsbedarf entsteht beim Kauf von Wohnungseigentum (Eigenheimzulage), bei Bestehen eines Arbeitszimmers (im Hinblick auf die Ausschöpfung steuerlicher Höchstbeträge), Unterstützung bedürftiger Angehöriger, Kinder in der Ausbildung, Besteuerung von Gewinnen aus Wertpapieranlagen, Abgrenzung von privatem und beruflichem bzw. betrieblichem Aufwand, Besteuerung von Vermögen und Einkünften im Ausland.


Häusliches Arbeitszimmer bei Selbstständigen

Die Abzugsbeschränkung für ein häusliches Arbeitszimmer ist seit Jahren Streitpunkt mit der Finanzverwaltung. Die Vorschrift ruft immer wieder die Gerichte auf den Plan, so auch in einem jetzt entschiedenen Fall:
 
Ein Arztehepaar betrieb sowohl in angemieteten Räumen als auch im eigenen Einfamilienhaus eine Arztpraxis in Form einer GbR. In dem Einfamilienhaus befand sich auch ein Arbeitszimmer, in dem das Arztehepaar seine Abrechnungen erstellte, Telefonberatungen vornahm, Gutachten verfasste und auch Laborbefunde auswertete. Auch in den angemieteten Räumen war ein Schreibtischarbeitsplatz eingerichtet.
 
Die im Zusammenhang mit den Praxisräumen entstandenen Kosten waren in vollem Umfang als Betriebsausgaben abzugsfähig. Einen Betriebsausgabenabzug für das häusliche Arbeitszimmer ließ der Bundesfinanzhof allerdings nicht zu.
 
Das Arbeitszimmer, in dem überwiegend Verwaltungsarbeiten ausgeführt werden, ist dem häuslichen Bereich zuzuordnen, so dass auch die Vorschriften zum häuslichen Arbeitszimmer anzuwenden sind. Darüber hinaus ist in den Fällen, in denen ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (nach Ansicht des Gerichts konnten die Schreibarbeiten auch an dem Platz in den angemieteten Räumen erledigt werden), auch bei Selbstständigen kein Abzug von Aufwendungen möglich.
 
Schließlich stellte das Gericht noch klar, dass die Abzugsbeschränkung von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer objektbezogen ist. Wird es durch mehrere Personen genutzt, sind die abziehbaren Aufwendungen in diesen Fällen auf eine Pauschale begrenzt.



Haushaltsnahe Dienstleistungen

In der Einkommensteuererklärung können Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerksleistungen geltend gemacht werden.
 
Begünstigt sind folgende Leistungen:
  • Hausmeisterdienste (z. B. Schneeräumen), Gartenpflegearbeiten durch einen selbstständigen Gärtner, Hilfe beim Einkaufen, Reinigung der Wohnung, Pflegeleistungen durch einen Pflegedienst.
  • Durchführung von Schönheitsreparaturen, wie Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, Streichen der Fußböden, der Heizkörper und Heizrohre sowie Streichen der Innentüren, Fenster und Außentüren von innen und kleinere Schönheitsreparaturen durch ein Unternehmen.
  • Wartung oder Reparatur der Heizungsanlage, Schornsteinfegerarbeiten, Arbeiten an elektrischen Anlagen (auch Elektrogeräte), Reparaturen im Sanitärbereich.
  • Ersatz des alten Teppich- oder Parkettbodens, Renovierung des Bades, Verputzarbeiten, Austausch von Fenstern, Dachreparatur/-erneuerung, Malerarbeiten an der Fassade.

Nicht begünstigt sind dagegen:
  • Material, das für die begünstigten Leistungen in Rechnung gestellt wird. Ggf. muss der Anteil geschätzt werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass Rechnungen vorgelegt und die Zahlungen an den Dienstleister (z. B. durch Beleg des Kreditinstituts) nachgewiesen werden. 
Ein pauschaler Ansatz ohne Belege und Zahlungsnachweis ist nicht möglich. Die Ermäßigung wird auch nur dann gewährt, wenn nicht schon die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse zum Tragen kommt.
 
Die den Einkommensteuerzahler begünstigende Norm sollte nach dem Willen des Gesetzgebers die Schwarzarbeit in Privathaushalten eindämmen. Die Finanzverwaltung sorgt aber durch Auslegung der Vorschrift wohl dafür, dass sich an dem alten Zustand wenig ändern wird.