SELBSTÄNDIGE: STEUERERKLÄRUNG AUF PAPIER NICHT MEHR ERLAUBT
 
Eine Steuererklärung in Papier wird bei Gewerbetreibenden, Land- und Forstwirten sowie Selbstständigen – auch im Nebenerwerb – nicht mehr anerkannt. Ab diesem Jahr lehnt die Finanzverwaltung konsequent in Papierform abgegebene Steuererklärungen ab. Grund: Die gesetzliche Pflicht zur elektronischen Abgabe besteht für Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie Privathaushalte mit Fotovoltaik-Anlagen, bereits seit 2011. Konkret bedeutet dies: Liegt kein Härtefall vor, so wird eine in Papierform eingereichte Erklärung als nicht abgegeben gewertet. Es muss mit Verspätungszuschlägen gerechnet werden. Der Verspätungszuschlag kann bis zu 10% der festgesetzten Steuer betragen und wird nach Ablauf der Abgabefrist erhoben.
DIE E-BILANZ FLUTET DAS FINANZAMT AB 2014 MIT DATEN: MINIMAL- MISCH- ODER MAXIMALSTRATEGIE
 
Alle Jahresabschlüsse müssen für die Veranlagungszeiträume ab 2013 in elektronischer Form eingereicht werden. Diese Verpflichtung gilt für alle bilanzierungspflichtigen und freiwillig bilanzierenden Unternehmer. Ziel des Gesetzgebers ist es, dass das Finanzamt möglichst viele Informationen aus den Bilanzen in elektronischer Form erhält. Die Taxonomie, also das Regelwerk, dem laut Finanzverwaltung die E-Bilanz zu folgen hat, weist eine maximale Gliederungstiefe auf, die auf Großbetriebe zugeschnitten ist. Für alle anderen Betriebe wird in erster Linie der Aufwand beim Steuerbürger erhöht, so dass sich die Wahl einer minimalen Gliederungstiefe anbietet.
FALLSTRICKE BEI DER FÜHRUNG EINES FAHRTENBUCHS: SO WIRD ES FINANZAMTSFEST!
 
In das Fahrtenbuch müssen für jede betrieblich veranlasste Fahrt einzeln folgende Angaben zeitnah eingetragen werden:
• Datum, Uhrzeit
• Km-Stand am Anfang der Fahrt (muss dem Ende der letzten Fahrt entsprechen)
• Km-Stand am Ende der Fahrt
• Ziel der jeweiligen Fahrt:
  o aufgesuchte Firma/Kunde(in)
  o Ort, Straße, Hausnummer
  o Km-Stand am Ende der Fahrt
  o Gesprächspartner (wenn nicht mit Kunde(in) identisch)
  o Zweck des Besuchs (möglichst aussagekräftig)
 
Wer pro Tag mehrere Ziele aufsucht, muss jede einzelne Fahrt mit allen Daten im Fahrtenbuch dokumentieren. Abweichungen der tatsächlich zurückgelegten Strecke von der kürzesten Route sind nach der Rechtsprechung in gewissen Grenzen unschädlich. Wenn man die Umwegstrecke im Fahrtenbuch erläutert (z.B. Umwegfahrt wg. Stau auf der A9), kann man Streit mit dem Finanzamt von vorneherein vermeiden. Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Fahrzeugs stehen (Tanken, Reparaturen) sind rein betriebliche Fahrten, da das Fahrzeug als solches dem betrieblichen Bereich zugeordnet wurde.
SCHAUSPIELER, KÜNSTLER UND PROMINENTE STEHEN ZUR ZEIT IM BLICKWINKEL DER FINANZVERWALTUNG
 
In jüngster Zeit legen die Finanzämter ein besonderes Augenmerk auf Schauspieler, Künstler und andere Prominente.Ein Grund dafür ist, dass diese Ermittlungsverfahren durch die Presse gehen und bei anderen Bürgern und Bürgerinnen Angst verbreiten. Dies soll zu einer größeren Steuerehrlichkeit führen.Ein anderer Grund ist, dass diese Sparte der Steuerpflichtigen ein besonderes Ziel darstellt, denn es ist üblich, dass diese Steuerpflichtigen durch Ihren Prominentenstatus V o r z ü g e erhalten, die grundsätzlich steuerpflichtig sind. Diese sind als geldwerter Vorteil steuerpflichtig und vom Empfänger zu versteuern, was unterlassen wird.Die Finanzämter prüfen die Unternehmen und vereinzelt auch die Prominenten, anstatt dafür zu sorgen, dass diese Steuerpflicht publik wird. Sollten die Vorteile nicht versteuert worden sein, wird sofort ein Strafverfahren eröffnet. Dies ist für die Prominenten unangenehm und kann zu wesentlich finanziellen Nachteilen führen.